Tierärztliche Praxis für Pferde

Borreliose –Impfung für Pferde

Borreliose –Impfung für Pferde

Die Borreliose ist eine durch Zecken übertragene Erkrankung. Sie wird häufig erst lange nach einem Zeckenstich mit dem Auftreten von gesundheitlichen Problemen diagnostiziert.

Die Lyme-Borreliose wird durch verschiedene Stämme des Bakteriums Borrelia burgdorferi sensu latu übertragen. Auch wenn bis jetzt gesicherte Zahlen zur Häufigkeit der Erkrankung beim Pferd fehlen hatte europaweit statistisch jedes dritte Pferd Kontakt mit dem Erreger.
Im Schnitt kann eine von drei Zecken in Deutschland Borrelien übertragen.

Die Symptome sind beim Pferd sehr vielschichtig und werden oft nicht als Borreliose erkannt, da die beim Menschen typische ringförmige Hautrötung (Wanderröte) fehlt oder durch Fell und dunkle Haut übersehen wird.
Tage oder Wochen nach dem Zeckenstich können folgende Symptome auftreten:

-Mattigkeit
-Appetitlosigkeit
-Fieber

Wochen bis Monate nach dem Zeckenstich können weitere Symptome auftreten:

-Rittigkeitsprobleme
-Steifer Gang
-Chronischer Gewichtsverlust mit Muskelatrophie
-Haut- und Augenveränderungen
-Schmerzhafte Gelenkentzündungen
-Wechselnde Lahmheiten

Die Diagnose einer Borreliose-Erkrankung beim Pferd ist schwierig. Klinische Symptome in Kombination mit einem positiven C 6 Antikörpertest und der Ausschluss anderer Erkrankungen können den Verdacht einer Erkrankung erhärten.

Obwohl sich aber Pferde häufig mit Borrelien infizieren und auseinandersetzen, ist nach heutigem Kenntnisstand die klinische Erkrankung selten. Eine Behandlung mit Antibiotika ist möglich, aber langwierig, kostenintensiv und leider nicht immer erfolgreich.
Borrelien können sich in das Gewebe zurückziehen und werden dann von den Antibiotika nur schlecht erreicht, so dass nicht alle Erreger eliminiert werden und es zu Rückfällen kommt.

Vorbeugung ist die beste Medizin!“

Ab 2017 ist eine neue Impfung, welche bereits die Übertragung der Borrelien durch Zecken auf Ihr Pferd verhindern kann, auf dem Markt verfügbar.

Die spezielle Wirkung des Impfstoffs beruht darauf, dass das Pferd durch die Impfung spezielle Antikörper bildet, die beim Stich durch die Zecke aufgenommen werden und die in der Zecke vorhandenen Borrelien blockieren und somit keine Übertragung stattfinden kann.
Eine Grundimmunisierung mit zwei Impfungen im Abstand von 2 – 3 Wochen bringt einen ausreichenden Impfschutz für ein Jahr und sollte idealerweise im Frühjahr vor Beginn der Zeckensaison durchgeführt werden.